Stichling, Gasterosteus aculeatus, 4-6 cm (Kaltwasser), DNZ
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Stichling, Gasterosteus aculeatus, 4-6 cm (Kaltwasser), DNZ
| Deutscher Name: | Stichling |
| Wissenschaftlich: | Gasterosteus aculeatus |
| Synonyme: | Dreistachliger Stichling, Stachelbarsch, Rotzbarsch |
| Herkunft: | Europa, Nordamerika, Asien, vor allem in Flüssen, Bächen und Küstenregionen |
| Teichgröße: | Ab 500 Litern, ideal sind größere, naturnahe Teiche mit ruhigen Zonen |
| Wasserwerte: | Weiches bis mittelhartes Wasser, pH 6,5 - 8,0 |
| Temperatur: | 4 - 22 °C, sehr anpassungsfähig |
| Futter: | Kleinkrebse, Mückenlarven, Daphnien, Wasserflöhe, hochwertiges Frost- und Lebendfutter |
| Geschlechtsunterschiede: | Männchen zeigen zur Laichzeit eine auffällig rote Bauchfärbung |
| Zucht möglich: | Ja, das Männchen baut ein Nest aus Pflanzenmaterial und betreut den Nachwuchs |
| Maximale Größe: | 5-11 cm |
| Liefergröße: | Ca. 4-6 cm |
Herkunft und Beschreibung des Stichlings (Gasterosteus aculeatus)
Der Stichling, wissenschaftlich bekannt als Gasterosteus aculeatus, ist ein faszinierender kleiner Fisch, der in einer Vielzahl von Gewässern vorkommt. Seine Verbreitung reicht über Europa, Nordamerika und Asien, wo er in Bächen, Flüssen, Seen und Brackwasserzonen anzutreffen ist.
Das auffälligste Merkmal des Stichlings sind seine drei bis vier spitzen Rückenstacheln, die ihm als Verteidigung gegen Fressfeinde dienen. Sein Körper ist schmal und seitlich leicht abgeflacht, mit einer silbrig bis olivfarbenen Färbung, die je nach Population variieren kann. Besonders während der Laichzeit zeigen Männchen eine intensive rote Bauchfärbung.
Die Lebenserwartung eines Stichlings beträgt in der Natur selten mehr als drei Jahre, kann in gut gepflegten Teichen oder Aquarien jedoch bis zu fünf Jahre betragen.
Natürlicher Lebensraum
Stichlinge sind anpassungsfähig und kommen sowohl in Süß- als auch Brackgewässern vor. Sie bevorzugen langsam fließende oder stehende Gewässer mit dichter Vegetation, in der sie Schutz und Nahrung finden. Besonders während der Fortpflanzungszeit sind ruhige Zonen mit Pflanzenbewuchs wichtig, da das Männchen dort sein Nest baut.
Anforderungen an den Teich
Der Stichling ist hervorragend für kleinere Teiche ab 500 Litern geeignet. Ein naturnah gestalteter Teich mit Flachwasserzonen, Wasserpflanzen und einer guten Wasserqualität bietet die besten Bedingungen. Da Stichlinge teilweise territorial sein können, sollten sie in Gruppen von mindestens fünf Tieren gehalten werden, um Aggressionen zu verteilen.
Passende Wasserparameter
Stichlinge kommen mit einer breiten Palette an Wasserwerten zurecht. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 8,0 sowie weiches bis mittelhartes Wasser sind ideal. Die Temperaturtoleranz ist hoch, sodass Stichlinge auch kalte Winter problemlos überstehen.
Ernährung
Stichlinge sind kleine Räuber und ernähren sich hauptsächlich von Kleinkrebsen, Insektenlarven und Zooplankton. Sie nehmen gerne Lebendfutter wie Daphnien, Wasserflöhe und Mückenlarven an. Frostfutter ist ebenfalls geeignet, sollte aber abwechslungsreich gefüttert werden.
Vergesellschaftung des Stichlings
Stichlinge sind bedingt gesellige Fische, die in Gruppen gehalten werden sollten. Sie können mit kleinen Teichfischen wie Moderlieschen, Elritzen oder Bitterlingen vergesellschaftet werden. Größere oder sehr aggressive Fische wie Goldfische oder Karpfen sind ungeeignet, da sie die kleinen Stichlinge verdrängen oder fressen könnten.
Geschlechtsunterschiede
Die Männchen zeigen während der Laichzeit eine auffällige Rotfärbung des Bauchs und eine blaue Iris. Weibchen bleiben unscheinbarer und besitzen eine fülligere Körperform.
Die Zucht des Stichlings
Die Fortpflanzung des Stichlings ist besonders spannend zu beobachten. Das Männchen baut ein Nest aus Pflanzenmaterial und lockt das Weibchen durch Balztänze an. Nach der Eiablage bewacht es das Nest und fächelt Frischwasser zu, bis die Jungfische schlüpfen.
Maximale Größe des Stichlings
Stichlinge erreichen eine Größe von etwa 5 bis 11 cm. Trotz ihrer geringen Größe sind sie äußerst interessante Teichbewohner mit spannendem Verhalten.
| Temperaturbereiche: | Kaltwasser (4-18°C) - kein Heizer, Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie füttere ich meine Teichbewohner richtig?
Die Fütterung richtet sich nach der Art der Teichbewohner. Fische benötigen eine abwechslungsreiche Ernährung, die aus speziellem Teichfutter, Insektenlarven und pflanzlichen Bestandteilen bestehen sollte. Kois und Goldfische profitieren von hochwertigem schwimmendem Futter, während bodenlebende Arten wie Störe sinkendes Futter benötigen.
Wie oft sollte gefüttert werden? Im Sommer, wenn die Wassertemperatur über 15 °C liegt, können Fische 1-2 Mal täglich gefüttert werden. In der kalten Jahreszeit verlangsamt sich der Stoffwechsel – unter 10 °C sollte nur noch wenig, unter 5 °C gar nicht mehr gefüttert werden.
Was fressen Teichschnecken und Muscheln? Teichschnecken ernähren sich von Algen und abgestorbenem Pflanzenmaterial, können aber bei Bedarf mit Spirulina-Tabletten oder weichem Gemüse zugefüttert werden. Teichmuscheln filtern Mikroorganismen aus dem Wasser und benötigen keine zusätzliche Fütterung, solange der Teich biologisch ausgewogen ist.
Darf ich Brot oder Küchenabfälle füttern? Nein, Brot und andere Küchenreste sind ungeeignet, da sie das Wasser belasten und die Gesundheit der Tiere gefährden können. Es sollte ausschließlich hochwertiges Teichfutter oder natürliche, für die jeweilige Art geeignete Nahrung verwendet werden.
Wie verhindere ich eine Überfütterung? Füttern Sie nur so viel, wie die Tiere innerhalb weniger Minuten aufnehmen können. Reste sollten nicht im Wasser verbleiben, um eine Belastung des Wassers zu vermeiden. Eine gute Wasserqualität ist essenziell für gesunde Teichbewohner.
Wie werden Teichfische versendet?
Wie alle Fische sind auch Teichfische Wirbeltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand der Teichtiere erfolgt grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt bzw. bei Frost mit Heatpacks unterstützt.
Wie werden Wirbellose Teichtiere versendet?
Schnecken, Muscheln und Krebse sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Wirbellosen auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.
Der Versand der Wirbellosen erfolgt unabhängig von der gewählten Versandart grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Tiere mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Bei Frost versenden wir sie mit zusätzlichen Heatpacks.
Wie neu gekaufte Teichbewohner eingewöhnen?
Um neue Teichbewohner wie Fische, Krebse, Muscheln oder Schnecken sicher in den Gartenteich einzugewöhnen, sollte eine behutsame Anpassung an die neuen Wasserbedingungen erfolgen. Falls bereits andere Tiere im Teich vorhanden sind, empfiehlt sich eine Quarantäne, um das Risiko von Krankheiten zu minimieren.
Die Eingewöhnung erfolgt nach einem schrittweisen Verfahren, unabhängig davon, ob Fische oder Wirbellose in den Teich eingesetzt werden.
Einsetzen von neuen Teichtieren:
- Setzen Sie die neuen Tiere mit dem Transportwasser in einen Eimer, eine Wanne oder einen separaten Behälter.
- Fügen Sie nach und nach Wasser aus dem Gartenteich hinzu, bis sich die Wassermenge innerhalb von 30-60 Minuten mindestens verdoppelt hat.
- Bei Fischen: Entnehmen Sie diese vorsichtig mit einem Kescher und setzen Sie sie in den Teich ein. Bei Muscheln und Schnecken: Platzieren Sie sie direkt auf den Teichgrund, damit sie sich selbstständig eingraben oder anhaften können. Bei Krebsen: Lassen Sie sie behutsam am Teichrand ins Wasser gleiten.
- Beobachten Sie die neuen Tiere in den nächsten Tagen regelmäßig auf Anzeichen von Stress oder Krankheiten. Eine neue Umgebung kann das Immunsystem schwächen und zu Anpassungsproblemen führen.
- Falls es sich um einen neu eingerichteten Teich handelt, sollten Sie die Wasserwerte, insbesondere den Nitritgehalt, in den ersten zwei Wochen nach dem Einsetzen der Tiere mindestens alle zwei Tage kontrollieren.
Woher stammen die bei Ihnen gekauften Teichtiere?
Unsere Wirbellosen stammen ausschließlich von einem deutschen Züchter, der die Tiere bereits in Teichen aufzieht. Auch fast alle unserer Fische stammen aus deutscher Nachzucht und werden direkt in Freilandteichen gezüchtet. Nur vereinzelt beziehen wir Tiere aus europäischer Nachzucht (z. B. aus Tschechien). In jedem Fall stammen unsere Teichtiere nicht aus Aquarien, sondern aus artgerechter Haltung unter Freilandbedingungen (Ausnahmen bilden hier nur die Rotflossenorfen, Zaccos, Makropoden und die Regenbogenelritzen, da diese auch in Aquarien gehalten werden können).
Brauche ich einen Filter oder eine Pumpe für meinen Teich?
Ob ein Filter oder eine Pumpe für den Teich notwendig ist, hängt von der Größe, dem Fischbesatz und der biologischen Selbstreinigungskraft des Teiches ab.
Wann ist ein Filter notwendig? Ein Teichfilter ist besonders dann erforderlich, wenn Fische gehalten werden, da diese durch ihre Ausscheidungen das Wasser belasten. Ohne eine Filteranlage kann sich schnell Ammoniak und Nitrit im Wasser ansammeln, was für Fische schädlich ist. In einem gut bepflanzten, naturnahen Teich mit wenigen oder keinen Fischen kann das Ökosystem die Wasserqualität oft selbst regulieren. Je mehr Fische im Teich leben, desto wichtiger wird ein leistungsfähiges Filtersystem.
Wann wird eine Pumpe benötigt? Eine Pumpe sorgt für eine gleichmäßige Wasserzirkulation und verbessert die Sauerstoffversorgung, was besonders an warmen Tagen wichtig ist. Stehende Gewässer neigen dazu, an Sauerstoffmangel zu leiden, was für Fische und andere Teichbewohner gefährlich werden kann. Falls der Teich einen Wasserfall, einen Bachlauf oder eine Fontäne besitzt, ist eine Pumpe unerlässlich, um die Wasserbewegung aufrechtzuerhalten.
Kann ein Teich ohne Filter oder Pumpe funktionieren? Ja, unter bestimmten Bedingungen kann ein Teich auch ohne technische Hilfsmittel auskommen. In einem gut geplanten Naturteich mit dichter Bepflanzung, wenig Fischbesatz und einem ausgeglichenen Nährstoffhaushalt übernehmen Pflanzen, Mikroorganismen und natürliche Prozesse die Reinigung und Sauerstoffversorgung. Eine ausreichende Tiefe (mindestens 80 cm) hilft, Temperaturschwankungen auszugleichen und die Wasserqualität zu stabilisieren.
Welche Filterarten gibt es?
- Druckfilter: Geeignet für größere Teiche mit Fischbesatz, da sie hohe Wassermengen filtern und oft mit einer UV-Lampe zur Algenbekämpfung ausgestattet sind.
- Durchlauffilter: Ideal für mittelgroße bis große Teiche mit vielen Fischen, da sie effizient mechanische und biologische Reinigung kombinieren.
- Schwamm- oder Biofilter: Für kleinere Teiche oder Naturteiche ohne hohen Fischbesatz, da sie das Wasser schonend klären und nützliche Bakterien ansiedeln.
Fazit: Ob ein Filter oder eine Pumpe notwendig ist, hängt vom individuellen Teich ab. In einem Fischteich sind beide Komponenten meist unerlässlich, während ein gut durchdachter Naturteich oft ohne auskommt. Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte hilft dabei, den Bedarf an Technik besser einzuschätzen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Teichbewohnern
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.